Podiumsdiskussion in Baikalsk

MAICO-MANNESMANN ist an der Aufbereitung von Zelluloseabfällen am Baikalsee in Russland beteiligt.

Am Ufer des UNESCO Weltkulturerbes Baikalsee befindet sich eine der wohl umstrittensten Fabriken Russlands. Bereits zu Sowjetzeiten wurde das weltbekannte Zellulosewerk errichtet und ist seit der Inbetriebnahme sowohl bei der Bevölkerung als auch Naturschutzverbänden sehr umstritten.

Die seit den 1960er Jahren produzierten Papierabfälle umfassen unter anderem ca. 6,5 Millionen Tonnen Klärschlamm mit einer komplexen Zusammensetzung.

Die umweltgerechte Aufbereitung dieser überregional bedeutenden Altlast wurde mit hoher Priorität in die Agenda der Russischen Regierung aufgenommen und das russische Ministerium für Naturressourcen beauftragte nach der öffentlichen Ausschreibung das Moskauer Unternehmen VEB-Engineering mit der Durchführung dieser Altlastsanierung. 

Das russische Ministerium  selbst beschreibt dieses Projekt als eines der aufwendigsten Umweltprogramme der russischen Geschichte. 

VEB-Engineering und das zur Hannoverschen MAICO-MANNESMANN AG gehörende Unternehmen MAICO-MANNESMANN Umwelttechnik GmbH legten gemeinsam dem russischen Ministerium eine Machbarkeitsstudie und Konzeption zur umweltgerechten Sanierung dieser Abfälle vor.

Vor ca. 250 Zuhörer fand am 12. Mai 2014 in der ostsibirischen Stadt Baikalsk, in der sich das in Rede stehende Zellulosewerk befindet, eine öffentliche Anhörung zum Thema „Mögliche Umwelteinflüsse durch die Abfallsanierung“ statt. An der mit großem Medieninteresse verfolgten Veranstaltung nahmen Regierungsvertreter aus Moskau und der Bezirksregierung Irkutsk, Vertreter wissenschaftlicher Gesellschaften und Umweltschutzverbände sowie Einwohner aus der Region Baikalsk teil.

Der Leiter Strategische Geschäftsentwicklung der MAICO-MANNESMANN Umwelttechnik GmbH, Herr Carafizi Zachary, informierte die Zuhörer über die in Deutschland entwickelte und hier bereits angewandte umweltgerechte Sanierungstechnologie.

Die Projektentwickler von VEB-Engineering, MAICO-MANNESMANN und des finnischen Unternehmens Pöyry beantworteten zahlreiche themenbezogene Fragen des Gremiums und der Presse.

Im letzten Projektabschnitt liegt das Sanierungskonzept jetzt zur staatlichen Gutachten- und Auftragserteilung der zuständigen obersten russischen Behörde vor. Im Anschluss kann die hier entwickelte Technologie und die in Deutschland gebauten Maschinen in der geplanten Maßnahmen zur Rekultivierung der Abfälle der Baikaler Zelluloseabfälle eingesetzt werden.