Herbsttagung „Provenienz und Forschung“

1. Dez. 2017 – Die Akademie für Wissenschaft und Bildung hat jüngst unter Leitung von Brigitte Menke die Arbeit im Projekt „Kunst und Kultur in der modernen Gesellschaft – Provenienzforschung“ aufgenommen.

 

Projektleiterin Menke folgte jetzt einer Einladung zur 3. Herbsttagung des Zentrums für Kulturgutverluste. Vor dem Hintergrund der Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle „Bestandsaufnahme Gurlitt - Der NS-Kunstraub und die Folgen“ veranstaltete das Zentrum für Kulturgutverluste dort den zweitägigen Fachkongress.

 

Unter der Überschrift: Raub & Handel. Der französische Kunstmarkt unter deutscher Besatzung (1940 – 1944), trafen sich um die 300 sachkundige Teilnehmer und Spezialisten. Mit großem Medieninteresse referierten namenhafte französische und deutsche Experten über den systematischen Kunstraub in Frankreich während der Besatzung durch die Nationalsozialisten. Wissenschaftler und Forscher können noch auf wenig verknüpfte Datenbanken zurückgreifen, so dass der Ausbau eines effektiven Netzwerkes von großer Bedeutung ist. Ein Zugang zu verschiedenen privaten und staatlichen Archiven im In- und Ausland gestaltet sich auch heute noch schwierig. Das mit politischem Willen gegründete Zentrum für Kulturgutverluste fördert und unterstützt die Stärkung und Ausweitung der dezentralen Provenienzforschung.

 

Die Maico-Mannesmann Akademie identifiziert sich mit der Verantwortung zur gesellschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte. Einen gemeinnützigen Beitrag in der Provenienzforschung wird die Akademie durch deren länderübergreifende Zusammenarbeit mit verschiedenen privaten und staatlichen Institutionen einfließen lassen.